Lugao

"A friend in need is a friend indeed"

("In der Not zeigt sich der wahre Freund" Grußwort des Schulleiters A. Semwenda der Lugao Primary School)

Es fing als Klassenprojekt an, nun ist die ganze Schule Windmühlenweg Partner der tansanischen Lugao Primary School. Unsere Kinder erfahren, dass Kinder überall auf der Welt unter unterschiedlichsten Bedingungen aufwachsen und zur Schule gehen. Sie lernen, dass wir alle Verantwortung tragen für diese Welt und diejenigen, die auf ihr leben.

Hier geht es aber nicht nur um Hilfe für Bedürftige, es geht auch um die Vermittlung des Wissens, dass jeder seinen Beitrag zur Verständigung leisten sollte. Darum soll das Projekt keine einseitige Hilfsaktion sein, sondern eine Partnerschaft mit der Lugao Primary School, die zu Kommunikation und Austausch führt zwischen den Schülern dort und hier. Denn: Die Zukunft beginnt in unseren Köpfen!

Die Lugao Primary School hat viele Sorgen. Die können wir ihr leider nicht alle abnehmen. Zwei der dringendsten Probleme jedoch könnten wir mit Ihrer Hilfe dauerhaft lösen:

1. Armut der Waisen
An der Lugao Primary School gibt es unter den 135 Schülern rund 60 Waisenkinder. Diese Waisen leben bei Verwandten, die aber für nicht mehr als Wohnung und Nahrung sorgen können. Mit nur 17 Euro können wir eine Waise ein ganzes Jahr lang versorgen mit allem, was sie für den Schulbesuch braucht: Kleidung, Schuhe, Unterrichtsmaterial. Für alle Waisen werden also jährlich ca. 1.000 Euro benötigt.

2. Lehrermangel
Die Schule in Lugao hat zu wenige und zu schlecht ausgebildete Lehrer. Eine zusätzliche Lehrerstelle für einen Lehrer mit besserer Ausbildung bedeutet eine bessere Schulbildung für alle Kinder. Damit wird die Hilfe zur Selbsthilfe frühzeitig gefördert. Denn nur gut ausgebildete Erwachsene werden die Zukunft Tansanias zum Besseren gestalten können. So eine Lehrerstelle kostet im Jahr ca. 1.200 Euro.

Jeder kann dazu beitragen, jeder kann ein Freund der Lugao Primary School werden .

Wir freuen uns über Spenden und auch über Verstärkung bei uns im Lugao Projekt Team. Ansprechpartner nennt Frau Kraft.

Spenden

Freunde für Lugao

Spendeninformation

Wenn Sie auch ein Freund der Lugao Primary School werden wollen können Sie:

- einmalig unter folgender Bankverbindung spenden

Schulverein Windmühlenweg
Konto-Nr.: 1252 132 012
BLZ 200 505 50
Geldinstitut HASPA
Stichwort „Projekt Lugao“

- monatlich oder jährlich eine Betrag spenden.
Dafür können Sie ein Formular im Sekretariat der Schule erhalten.

Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung.

Kontakt:
Grundschule Windmühlenweg
Tel: 040 / 81 97 600
Windmühlenweg 17
22607 Hamburg

Lugao Primary School

Grundschule in Lugao, Tanzania

Lugao liegt in den Livingston-Mountains im Südwesten Tansanias, einem der ärmsten und strukturschwächsten Gebiete, ungefähr 500 km von der Hauptstadt Dodoma entfernt. Der nächst größere Ort Makete ist in ca. 2 Stunden mit dem Auto von Lugao über eine meist unbefestigte Wegstrecke zu erreichen. Bessere Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Behörden, eine Post und sogar ein Internet-Café gibt es in Njombe, das noch einmal 6-7 Stunden Fahrtzeit entfernt liegt.

Es gibt aber keine Autos in Lugao, kein Strom, kein fließend Wasser, kein Telefon und kein Mobilfunknetz! Post wird nur dann verteilt, wenn diese durch jemanden aus Njombe mitgebracht wird. Wer nach Njombe möchte, geht zu Fuß nach Makete und versucht von dort per Anhalter in einem der wenigen durchfahrenden Autos mitgenommen zu werden.

In Lugao leben ca. 300-500 Menschen, die sich überwiegend von dem ernähren, was sie auf dem Acker um ihr Haus herum anpflanzen wie z.B. Mais, Bohnen, Tomaten und Kartoffeln. Es werden Hühner und Ziegen gehalten. Wilde Tiere gibt es dort wenige, Schwierigkeiten machen vor allem die Affen, die aus den Wäldern auf die Felder kommen, um Mais und Früchte zu stehlen.

Die Bevölkerung spricht die Landessprache Kishuaeli und die Stammessprache der Region. Englisch spricht fast niemand von den Älteren, obwohl es Behördensprache ist. Erst seit neuerer Zeit gibt es in der Primary School Englischunterricht und in der Secondary School wird sogar ausschließlich in englischer Sprache unterrichtet.

In Tansania besteht Schulpflicht für die Klassen 1 – 7, weshalb der Schulbesuch kostenlos ist. Die Lugao Primary School (LPS) ist eine Grundschule. Es werden hier ca. 135 Schüler und Schülerinnen in 7 Klassen sieben Jahre lang unterrichtet. Nach der siebten Klasse müssen sie eine Prüfung ablegen, deren gutes Bestehen sie zum Besuch der (kostenpflichtigen) Secondary School berechtigt.

Die Schüler müssen Schuluniformen tragen. Sie bestehen aus blauer kurzer Hose oder Rock, weißem Hemd oder Bluse und rotem Pullover. Ein Set kostet ca. 5 Euro.

Ein „einfacher“ Lehrer verdient ca. 50 Euro monatlich. Davon kann man auch in Lugao nicht leben! Auf dem Grund der LPS wohnen die Lehrer in Lehmhäusern. Auf dem Gelände gibt es von den Lehrern gemeinschaftlich genutzte Ackerflächen, auf denen Gemüse und Mais angebaut wird. Außerdem befinden sich dort Fischzuchtteiche. Dies alles sichert die Grundversorgung.

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Projekte und Ausblick

Projekte:

Bisher konnten wir folgende Aktivitäten in unserer Partnerschule finanzieren:

- Schuluniformen plus Schuhe für alle Waisenkinder,

- Schulmaterial wie Hefte, Stifte, Kreide etc. für alle Schüler,

- Bücher und aktuelles Lehrmaterial,

- Finanzierung einer zusätzlichen qualifizierten Lehrerstelle für das Fach Englisch,

- Einbau von Fensterscheiben in den Klassenräumen (damit auch bei schlechtem Wetter unterrichtet werden kann)

Einbau der Fensterscheiben im Sommer 08

Ausblick:

Fortführung der Unterstützung der Waisenkinder,
Ausstattung der Schule mit nötigem Schulmaterial und
Bezahlung der zusätzlichen Lehrerstelle = 2.200 € pro Jahr.

Dies schaffen wir nur mit Ihrer Hilfe; Näheres siehe auch unter „Spenden“.

Darüber hinaus wäre denkbar

- Sicherung von qualifiziertem Unterricht z. B. durch Einstellung weiterer gut ausgebildeter Lehrer. Gute Lehrer = bessere Bildung für die Kinder!

- Stipendien für Kinder, die die weiterführende Schule besuchen wollen. Diese Secondary School kostet Schulgeld, ist meist weit entfernt und bedeutet, dass die Schüler zusätzlich Geld für Kost und Logis brauchen.

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Klassenwand in 2005

Schüler im Sommer 08